Die Gegenwartskultur wird von Motiven, Figurentypen und Erzähllogiken bevölkert, die sich zur Romantik zurückverfolgen lassen. So steht, was heute unter dem Stichwort »Künstliche Intelligenz« verhandelt wird, in einer Traditionslinie mit dem Motiv des künstlichen Menschen (zum Beispiel E. T. A. Hoffmanns Olimpia aus seinem Kunstmärchen »Der Sandmann«, der Homunculus in »Faust II« sowie Mary Shelleys »Frankenstein«).
Auch die popkulturellen Imaginationen von Vampirismus, Hexerei und den »magischen« Verführungskünsten der Femme fatale finden ihren Ausgangspunkt in Bildern, die Autorinnen und Autoren wie E. T. A. Hoffmann, Ludwig und Sophie Tieck, Clemens Brentano und Achim von Arnim in der sogenannten »Schwarzen Romantik« entwickelten. Dass diese Figuren noch immer nachwirken, beweisen auch die Neuverfilmungen von Frankenstein und Nosferatu im Jahr 2025.
Diesen Zusammenhängen widmet sich das Symposium. Sechs Vorträge beleuchten aus kulturwissenschaftlicher und philosophischer Sicht das (populär-)kulturelle Erbe der Schauerromantik im 20. und 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Beiträge stehen beispielsweise die Filme David Lynchs, die Twilight-Romane Stephenie Meyers und der neopagane Feminismus von Kiki Rockwells Songs.
- Eintritt: 10 € pro Tag, ermäßigt 8 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Kügelgenhaus und der Internationalen Tieck-Gesellschaft e. V.


