Wo sich einst der Maler Gerhard von Kügelgen, seine Familie, Freunde und Künstler trafen, können Gäste heute einen Streifzug durch das Dresden in der Zeit der Romantik unternehmen.
Das Kügelgenhaus gehört zum Ensemble der kulturhistorisch wertvollen Bürgerhäuser im Dresdner Barockviertel, die aus der Zeit August des Starken erhalten geblieben sind. Es wurde 1697 bis 1699 als dreigeschossiges Gebäude errichtet, später aufgestockt und mit einem Türmchen versehen. Unterhalb des Dachsimses befindet sich die Inschrift »An Gottes Segen ist alles gelegen«, weshalb das Haus auch seit etwa 1730 kurz »Gottessegen« genannt wurde.
Während der Wiederbebauung des Gebietes Neustädter Markt und Hauptstraße wurde das Kügelgenhaus rekonstruiert. Bei den Bauarbeiten fand man in der einstigen Kügelgenwohnung unter später eingezogenen Stuckdecken reich bemalte Holzdecken vom Ende des 17. Jahrhunderts.