Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur zeigt das Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik eine Ausstellung über die Familie von Kaskel, die sowohl die Wirtschaft als auch das Kunst- und Kulturleben Dresdens vor allem im 19. Jahrhundert stark prägte. Die Mitglieder der Bankiersdynastie waren nicht nur erfolgreiche Unternehmer, sondern liebten und förderten die Musik. Carl Freiherr von Kaskel und sein Enkel Karl komponierten, seine Schwester Sophie Gräfin von Baudissin veröffentlichte Jugendliteratur und Klavierwerke. Leben und Werk der vergessenen Dresdner Familie jüdischen Ursprungs werden vorgestellt.
Im Rahmen von »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«
In Kooperation mit dem Sächsischen Musikverein e. V. und Hatikva e. V.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Termine zur Ausstellung

Führung über den Neuen Israelitischen Friedhof
Zum Jahr der jüdischen Kultur
Im 19. und 20. Jahrhundert prägten Juden in Dresden wesentlich die Entwicklung dieser Stadt, bis diese fruchtbare Periode durch die Nationalsozialisten beendet wurde. Trotz schwerer Schäden durch den Bombenangriff 1945 blieben auf diesem Friedhof auch viele prachtvolle Grabstätten erhalten und erzählen von Familien, die sich bis 1933 besonders für diese Stadt engagierten. Sie prägten ihre Heimatstadt über viele Jahrzehnte kulturell, geistig und auch wirtschaftlich. Auf diesem Rundgang folgen wir den Geschichten – u. a. der Familien Arnhold, Klemperer, Gutmann, Joachimsthal und vieler anderer.
Eine Veranstaltung des Sächsischen Musikvereins in Kooperation mit Hatikva e. V.
- Treff:
Neuer Israelitischer Friedhof
Fiedlerstraße 3
01307 Dresden
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Paul Aron – ein jüdischer Musiker und Dresdner Konzertveranstalter
Zum Jahr der jüdischen Kultur
1886 wurde der vielseitige Komponist und Dirigent Paul Aron in Dresden geboren. Er studierte bei Max Reger und initiierte in Dresden die Musikreihe „Neue Musik Paul Aron“. 1933 floh er zunächst in die Tschechoslowakei, später nach Kuba und in die USA, wo er verstarb. Prof. Dr. Matthias Herrmann stellt Leben und Wirken des Komponisten vor.
- Mit Prof. Dr. Matthias Herrmann (Vortrag)
- Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
- In Kooperation mit dem Sächsischen Musikverein e. V.

Die Faust war eine geöffnete Hand mit fünf Fingern
Lyrikabend anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur
Jehuda Amichai (1924 - 2000) gilt als einer der großen hebräischen Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Gedichte handeln von Liebe, Verlust, Krieg und dem unerschütterlichen Glauben an den Menschen.
Mit »Die Faust war eine geöffnete Hand mit fünf Fingern« bringen seine Tochter Emanuella Amichai, der Schauspieler und Regisseur Bernhard Stengele und Robert Herrmann nun einen eindringlichen Dialog zwischen Israel und Deutschland auf die Bühne. Gemeinsam verbinden sie Poesie, Musik und persönliche Erzählung zu einem dichten künstlerischen Erlebnis.
Die hebräischen Originaltexte Amichais treffen auf ihre deutsche Interpretation durch Bernhard Stengele und schlagen so die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Erinnerung und Verantwortung. Robert Herrmann begleitet den Abend improvisatorisch am Klavier und öffnet einen musikalischen Raum, in dem Amichais Lyrik neu klingt.
- Eintritt: 15 € / ermäßigt 13 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).

Carl Maria von Webers Verhältnis zum Judentum im Spannungsfeld von Vorurteil und Aufklärung
Zum Jahr der jüdischen Kultur
Im 19. Jahrhundert war der Antisemitismus stark verbreitet. Auch einige Musiker und Künstler äußerten sich öffentlich antisemitisch – allen voran Richard Wagner. Dass auch Carl Maria von Weber und seine Familie antisemitisch eingestellt waren, wird vor allem in Webers angespanntem Verhältnis zu seinem Verleger Schlesinger deutlich. Prof. Dr. Schmuhl untersucht erstmalig die Quellenlage zu diesem Thema.
- Mit Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl (Vortrag)
- Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
- In Kooperation mit dem Sächsischen Musikverein e. V.

